Was geschieht mit nicht angegurteten Insassen?
Viele Menschen glauben, dass man seinen Körper bei einem leichten Unfall mit den Händen abstützen kann. Das ist falsch!

Abb. 12 Prinzipdarstellung: Der nicht angegurtete Fahrer schleudert nach vorne.

Abb. 13 Prinzipdarstellung: Der nicht angegurtete Mitfahrer auf dem Rücksitz schleudert nach vorne auf den angegurteten Fahrer.
Schon bei geringen Aufprallgeschwindigkeiten werden am Körper Kräfte wirksam, die nicht mehr mit den Händen abgestützt werden können. Bei einem Frontalunfall werden nicht angegurtete Insassen nach vorne geschleudert und schlagen unkontrolliert auf Teile im Fahrzeuginnenraum, wie z. B. Lenkrad, Instrumententafel, Frontscheibe auf Abb. 12.
Das Airbag-System ist kein Ersatz für den Sicherheitsgurt. Beim Auslösen der Airbags bieten die Airbags nur einen zusätzlichen Schutz. Alle Insassen (einschließlich des Fahrers) müssen den Sicherheitsgurt angelegt haben und ihn während der Fahrt richtig tragen. Dadurch wird die Gefahr von schweren Verletzungen im Falle eines Unfalls reduziert ? unabhängig davon, ob ein Airbag für den Sitzplatz vorhanden ist.
Beachten Sie, dass die Airbags nur einmal auslösen. Um die bestmögliche Schutzwirkung zu erreichen, müssen die Sicherheitsgurte immer richtig angelegt sein, damit Sie auch bei Unfällen ohne Airbagauslösung geschützt sind.
Auch für Insassen auf den Rücksitzen ist es wichtig, sich richtig anzugurten, da sie bei einem Unfall unkontrolliert durch den Wagen geschleudert werden. Ein nicht angegurteter Mitfahrer auf dem Rücksitz gefährdet also nicht nur sich, sondern auch andere Personen im Fahrzeug Abb. 13.
Siehe auch:
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