Diesel-einspritzverfahren

Beim dieselmotor wird reine luft in die zylinder angesaugt und dort sehr hoch verdichtet. Dadurch steigt die temperatur in den zylindern über die zündtemperatur des dieselöls an.

Wenn der kolben kurz vor dem oberen totpunkt steht, wird in die hoch verdichtete und über +600" c heiße luft dieselöl eingespritzt. Das dieselöl zündet von selbst, zündkerzen sind also nicht erforderlich.

Bei sehr kaltem motor kann es vorkommen, dass allein durch die verdichtung die zündtemperatur nicht erreicht wird. In diesem fall muss vorgeglüht werden. Dazu befindet sich in jedem brennraum eine glühkerze, die den brennraum aufheizt.

Die dauer des vorglühens ist abhängig von der umgebungstemperatur und wird durch das motor-steuergerät geregelt.

Hinweis: aufgrund der guten kaltstarteigenschaften des diesel- direkteinspritzmotors ist ein vorglühen überwiegend erst bei temperaturen unter ca. 0 C erforderlich.

Beim golfn"ouran wird der kraftstoff direkt in den brennraum eingespritzt. Dabei erfolgt die diesel-direkteinspritzung durch ein "pumpe-düse-system". Im gegensatz zu den bisherigen diesel-einspritzsystemen, bei denen eine einspritzpumpe den kraftstoffdruck für alle einspritzdüsen aufbaut, hat das pumpe-düse-system für jeden zylinder eine eigene einspritzpumpe. Einspritzpumpe, steuerventil und einspritzdüse sind wiederum zu einem bauteil, der so genannten "pumpe-düse-einheit", zusammengefasst.

Der dieselkraftstoff wird durch eine elektrische kraftstoffpumpe im tank sowie eine mechanische kraftstoffpumpe zu den pumpe-düse-einheiten gefördert. Die mechanische kraftstoffpumpe ist zusammen mit der vakuumpumpe am zylinderkopf angeflanscht und wird direkt von der nockenwelle angetrieben. Die 4 einspritzpumpen der pumpe-düse- einheiten werden durch zusätzliche nocken an der nockenwelle über rollenkipphebel betätigt. Aufgrund des hohen einspritzdrucks von ca. 2.000 Bar wird der kraftstoff sehr fein zerstäubt. Die kraftstoff-einspritzmenge wird vom motor- steuergerät über magnetventile den pumpe-düse-einheiten exakt zugeteilt.

Durch den hohen druck in den pumpe-düse-einheiten erwärmt sich der kraftstoff sehr stark, was sich auf die funktion des tankgebers negativ auswirkt. Um den kraftstoff zu kühlen, befindet sich ein kraftstoffkühler im kraftstoff-rücklauf am unterboden des fahrzeuges.

Bevor der kraftstoff zu den pumpe-düse-einheiten gelangt, durchfließt er den kraftstofffilter. Dort werden verunreinigungen und wasser zurückgehalten. Es ist deshalb äußerst wichtig, den kraftstofffilter entsprechend der wartungsvorschrift zu entwässern beziehungsweise auszuwechseln.

Achtung: bei arbeiten an der kraftstoffanlage sicherheits- und sauberkeitsregeln befolgen, siehe seite 223.

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